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Ausstellung „1001 Lights“

TANZRAUSCHEN in der Ehemaligen Synagoge in Gelnhausen

2. - 6. Juni 2022

Multichannel-Videoinstallation aus Kanada // täglich von 16:00 bis 21:00 Uhr

Ein Projekt im Rahmen von „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

„Jeden Freitagabend, kurz vor Sonnenuntergang, zündete sie die Schabbatkerzen an. Obwohl sie keine offenkundig religiöse Frau war, war ihr diese Tradition sehr wichtig… Ich glaube, es war für sie eine bedeutsame Meditation und ein Moment der Erneuerung.“ (Philip Szporer)

TANZRAUSCHEN e.V. präsentiert die wunderbare Video-Arbeit „1001 Lights“ aus Kanada zum Ritual des Anzündens der Kerzen am Schabbat exklusiv in Deutschland jetzt auch in der Ehemaligen Synagoge in der Barbarossastadt Gelnhausen. Die Künstler aus Kanada, Marlene Millar und Philip Szporer von Mouvement Perpétuel werden dankenswerter Weise vor Ort sein. Sie freuen sich darauf mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Nach internationalen Ausstellungen ist die Multichannel-Videoinstallation „1001 Lights“ in jetzt auch in Deutschland an unterschiedlichen Orten zu sehen; nach Städten wie Bremen, Wuppertal, Bonn und Duisburg folgt nun Gelnhausen.

1001 Light © Anthony McLeanAusstellung „1001 Lights“ – Multichannel-Videoinstallation // Von Marlene Millar und Philip Szporer / Mouvement Perpétuel, Kanada

Ausstellung „1001 Lights“ – Multichannel-Videoinstallation
Von Marlene Millar und Philip Szporer / Mouvement Perpétuel, Kanada

Donnerstag, 2. Juni 2022 // 19:00 Uhr // Einlass 18:00 Ihr
VERNISSAGE in Anwesenheit der Künstler aus Kanada // Ausstellung „1001 Lights“

Sonntag, 5. Juni 2022 / 19:00 Uhr // Konzert / Einlass ab 18:00 Uhr
Konzert „Verwehte Lieder“
Judith Genske
, Gesang und Pascal Schweren, Klavier
„Verwehte Lieder" – Chansons und Lieder der 1920er und 30er Jahre

Eintritt frei

Judith Genske - Foto ©Amelie Koch
Judith Genske - Foto ©Amelie Koch

Judith Genske singt Lieder verfolgter Chanson-Komponisten und Texter, deren Kunst von den Nazis als "entartet" verfemt wurde. Melancholisch, ironisch, politisch pointiert, temperamentvoll und immer melodisch schmelzend geht es bei Friedrich Hollaender, Erich Kästner, Kurt Weill, Brecht und Georg Kreisler um moderne Frauen, um Sehnsüchte, Wünsche, Tränen und das Rettende der Liebe. Mit ihrer schauspielerischen Wandlungsfähigkeit und ihrer ausdrucksstarken Stimme lässt Judith Genske die Situationen, Figuren und Emotionen lebendig werden, reißt ihre Zuhörer mit und führt uns durch ein Wechselbad der Gefühle.

Kongenial begleitet wird sie dabei von Pascal Schweren am Klavier. Die Arrangements geben den Liedern das zurück, was sie in ihrer Zeit hatten: Direktheit, Modernität und Überraschung.


Eintritt frei

Ehemalige Synagoge | Brentanostraße 8-10 | 63571 Gelnhausen

Täglich von 18:00-21:00 Uhr geöffnet

Ehemalige Synagoge in GelnhausenEhemalige Synagoge in Gelnhausen

Die Ehemalige Synagoge in Gelnhausen ist bereits seit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts kein Haus mehr der Jüdischen Gemeinde. Der Druck der Verfolgung durch die Nationalsozialisten wurde so groß, dass die verbliebenen Juden das Gebäude verkauften und die Gemeinde in Gelnhausen auflösten. Das Haus überdauerte und ist heute in eine kulturelle Begegnungsstätte.

Tanzrauschen freut sich über die Kooperation mit der Barbarossastadt Gelnhausen und dem Main-Kinzig-Kreis und dankt allen weiteren Unterstützern dieses Projektes:

321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V., dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Deutschland und in Kanada dem Canada Council for the Arts, dem CALQ (Conseil des arts et des lettres du Québec), der CUPFA (Concordia University Part-time Faculty Association Professional Development).


Ausstellung

Die zum Innehalten einladende Installation von Mouvement Perpétuel aus Kanada bezieht sich auf das jüdische Leben, ist darüber hinaus jedoch für alle Bevölkerungsgruppen attraktiv. Sie stellt Fragen nach dem Ritual: Was gibt es uns? Was sind für uns besondere Momente? Was bedeutet Kerzenlicht? Wann zünden Menschen Kerzen an? Was bedeuten ritualisierte Bewegungen?... Die Arbeit erzeugt Stille, fordert zu Reflexion, Besinnung und Verbundenheit auf.

Die 15-minütige Videoinstallation läuft im Loop (Dauerschleife) und arbeitet mit den Mitteln der Videokunst und der Choreographie. Dabei werden choreografierte Bewegungen von professionellen Tänzerinnen ebenso wie die ritualisierten Handbewegungen der praktizierenden Frauen (Non-Professionels) verarbeitet.

Die Ausstellung dieses Kunstwerkes kann täglich von 18:00 bis 21:00 Uhr in der Ehemaligen Synagoge in Gelnhausen erlebt werden.

1001 Lights Multichannel-Videoinstallation
Die Multichannel-Videoinstallation auf dem Kamloops Art Gallery Luminocity Festival 2018 – © Foto Devon Lindsay

„1001 Lights“ wird im Rahmen von „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gefördert.

Die Schirmherrschaft von Franz-Walter Steinmeier unterstreicht die Bedeutung dieses Projektes für die deutsche Gegenwartsgesellschaft. „1001 Lights“ wurde bereits weltweit präsentiert.TANZRAUSCHEN zeigt die Arbeit exklusiv in Deutschland.

TANZRAUSCHEN aus Wuppertal ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein zur Vermittlung und Präsentation der innovativen Kunstform Tanzfilm (Dance on Screen). Wir verfolgen dieses Ziel seit neun Jahren erfolgreich über Screenings, Workshops, Festivals und eigene partizipative Tanzfilmprojekte.

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

1001 Lights Plakat
1001 Lights - Plakat
1001 Lights Einladung
1001 Lights - Einladung
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